Zum Abschluss des Jahres »100 Jahre Lettland« treten in dem Konzert vier lettische Organistinnen und Organisten auf. Es werden Stücke von Johann Gottfried Müthel, den lettischen Komponisten Lūcija Garūta und Alfrēds Kalniņš sowie Eigenkompositionen von Aivars Kalējs gespielt. Die Künstler sind Māris Bietags, Rudite Livmane, Gerrit Fröhlich, Aivars Kalējs und Vita Kalnciema.
Das Konzert dokumentiert die hohe Qualität des Orgelspiels in Lettland und das erfolgreiche Streben nach eigenen stilistischen Entwicklungen vor und seit der Unabhängigkeit 1918.

Das gemeinsame Auftreten von vier lettischen Organisten in Deutschland hat Seltenheitswert und stellt ein musikalisches Highlight dar. Die Veranstaltung wird von der Botschafterin der Republik Lettland in Deutschland, I.E. Frau Inga Skujiņa, unterstützt.

Der Eintritt ist frei. Die Spendeneinnahmen kommen dem deutsch-lettischen Gemeinschafts-
projekt einer Rekonstruktion der historischen Barockorgel in der St. Petri-Kirche in Riga/Lettland zugute.

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Prof. V. Kalncima [PDF]

Rudite Livmane [PDF]

Gerrit Fröhlich [PDF]
P R O G R A M M :

Sonntag, 28. Oktober 2018
Beginn: 20 Uhr · Einlass: 19:30 Uhr

I. Māris Bietags, Orgel

Fantasie Es-Dur; Johann Gottfried Müthel (1728-1788)


II. Rudite Livmane, Orgel, und Gerrit Fröhlich, Flöte

Sonata in D; 1. Adagio; 2. Allegro ma non troppo; 3. Cantabile; Johann Gottfried Müthel (1728-1788)


III. Aivars Kalējs (*1951), eigene Kompositionen, Orgel

Himna dzimtenei     (Die Hymne an die Heimat)
Perpetuum mobile   (Die ewige Bewegung)
Toccata über den Choral „Allein Gott in der Höh sei Ehr”


III. Prof. Vita Kalnciema, Orgel

Lūcija Garūta (1902-1977) – Meditācija (deutsch: Meditationen)

Alfrēds Kalniņš (1879-1951) - Variācijas par Jāņa Kalniņa tēmu.
(deutsch: Variationen über das Thema von Jānis Kalniņš.)
Wir danken der Ev. Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde für ihre weltoffene und engagierte Unterstützung. Wir denken, dass es der Auftakt eines kulturellen Austausches sein kann, der gemeinsam weiterträgt.
Lettland feiert in diesem Jahr sein 100. Staatsjubiläum. Es ist das größte Ereignis in der jüngeren Geschichte Lettlands. Wir zelebrieren es in ganz Lettland und 70 anderen Staaten weltweit.

Ich begrüße es sehr, dass der Förderverein Orgel Petri-Kirche Riga e.V. zu diesem Anlass am 28. Oktober 2018 in der symbolträchtigen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Herzen Berlins ein Konzert organisiert an dem gleich vier anerkannte lettische Organisten und Organistinnen ihre Kunst demonstrieren können. Und das mit einem edlen Ziel.

Das Konzert ist der Rekonstruktion der Barockorgel von 1734 in der Petri-Kirche gewidmet - einer großartigen deutsch-lettischen Initiative, welche auch Ausdruck der engen Beziehungen unserer beiden Länder nicht zuletzt auch auf kulturellem Gebiet ist. Nach dem Wiederaufbau der Petri-Kirche, der Reformationskirche Rigas, ist die Orgelempore leergeblieben.

Wie auch der frühere Bundespräsident Joachim Gauck bei seinem letzten offiziellen Auslandsbesuch in Riga, finde ich es sehr erfreulich, dass lettische und deutsche Bürger in einer Stiftung und einem Förderverein sich dafür einsetzen, der Kirche wieder zu ihrer Orgel zu verhelfen. Diese wird im schon sehr reichen Rigaer Musikleben die berühmte romantische Domorgel um ein großes barockes Instrument ergänzen.

Ich wünsche dem Projekt gutes Gelingen und
viele aktive Unterstützer in Deutschland wie in Lettland.


Māris Bietags [PDF]

Aivars Kalējs [PDF]